Funktionsanalyse

Funktionsanalyse 2017-05-12T01:39:08+00:00

Viele Beschwerden wie häufige Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen, Knacken des Kiefergelenks, Ohrgeräusche oder chronische Verspannungen haben die eigentliche Ursache im Mund- und Kieferbereich. Zahnlücken oder schlecht sitzender Zahnersatz belasten häufig das Zusammenwirken der Zahnreihen, Kaumuskulatur und Kiefergelenke und verursachen diese Beschwerden.

Auch Patienten, welche unter meist nächtlichen Knirschen und Pressen (Bruxismus, in der Regel durch Stress hervorgerufen) leiden, sind von ähnlichen Beschwerden betroffen.

Mit Hilfe der Funktionsanalyse können die Ursachen erkannt und beseitigt werden.

Diagnose

Eine korrekte Diagnosestellung ist der erste und wichtigste Schritt für eine positive Einwirkung auf die Beschwerden. Dies geschieht mit Hilfe der klinischen Funktionsanalyse (durch Abtasten von Kaumuskulatur und Kiefergelenk). Ziel ist es, die Modelle beider Zahnreihen in einem Bewegungssimulator (Artikulator) einzubauen, mit dessen Hilfe der Biss genau überprüft wird. Außerdem sollten Röntgenbilder angefertigt werden, um die Position der Kiefer zueinander zu bestimmen.

Behandlung

Ziel der Funktionsanalyse ist die Beseitigung funktioneller Störungen. Oft können die Fehlfunktionen mit einer Aufbissschiene beseitigt werden.
In manchen äußerst schweren Fällen kann eine umfangreiche Mundsanierung mit Anfertigung von neuem Zahnersatz, Entfernung von gekippten Zähnen oder einer kieferorthopädischen Behandlung zur dauerhaften Entspannung des gesamten Zahn-Mund-Kiefer-Muskulatur-Systems notwendig werden.

Weiterhin ist es möglich, eine begleitende speziell angepasste Physiotherapie für das Kiefergelenk parallel zur Aufbissschienentherapie durchzuführen.